Schilder werden auf einer Demo hochgehalten. Foto: Volkmann/Archiv
Schilder werden auf einer Demo hochgehalten. Foto: Volkmann/Archiv

Wülfrath. Wülfrath stellt sich gegen rechtsextremistisches Gedankengut: Das Bündnis „Wülfrath zeigt Haltung“ veranstaltet am Freitag, 26. Januar, ab 16 Uhr eine Demonstration am Heumarkt. 

Zehntausende Menschen gingen allein in Nordrhein-Westfalen am Wochenende auf die Straßen, um ein Zeichen für die Demokratie und gegen die AfD zu setzen. Zu Demonstrationen kam es unter anderem in Bochum, Wuppertal, Köln und Dortmund. Die Proteste finden dabei inzwischen nicht mehr nur in den großen Städten statt – im Nachgang der Berichte des Recherche-Zentrums „Correctiv“ mit Sitz in Essen formiert sich Widerstand gegen ausgrenzende Politik nun auch im Kreis Mettmann. In Wülfrath findet am kommenden Freitag eine Kundgebung in der City statt.

Gemeinsam organisieren lokale Vereine, das Frauen-Netzwerk, Kirchengemeinden, die Bürgerstiftung, der Verein „WIR“ sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Bürgerschaft die Kundgebung, um in der Kalkstadt „ein deutliches Zeichen der Ablehnung gegenüber fremdenfeindlicher, nationalistischer, rassistischer und ausgrenzender Politik“ zu setzen.

Ein erstes Vernetzungstreffen verschiedenWülfrathse aus Wülfrath fand in dieser Woche im WIR-Haus statt. Das Bündnis macht aber klar: „Der Termin für dieses Treffen stand schon lange fest. Das Ausmaß der Enthüllungen von Correctiv macht aber deutlich, wie überfällig dieser Schulterschluss ist. Es geht jetzt um Geschlossenheit.“

Der Freundeskreis Städtepartnerschaften Wülfraths stelle sich entschieden gegen alle undemokratischen und fremdenfeindlichen Akteure, Parteien und Gruppen in der Bundesrepublik, Europa und der Welt, das teilt der Verein mit. Am Freitag organisiert ein neues Bündnis eine Demonstration samt Kundgebung am Heumarkt, die unter das Motto „Wülfrath zeigt Haltung“ gestellt ist. „Der Freundeskreis Städtepartnerschaften Wülfraths ist kein politisch ausgerichteter Verein“, so der Vorstand des Vereins. „Der zunehmende Einfluss fremdenfeindlicher, nationalistischer, rassistischer und ausgrenzender Bestrebungen besorgt uns aber sehr.“ Mitglieder und Freunde der Städtepartnerschaften rufen die Vereinsverantwortlichen auf, „sich der Kundgebung am Freitag auf dem Heumarkt anzuschließen“.

Auch das Frauen-Netzwerk unterstützt die Aktion, bezieht sich dabei auf die Demonstration sowie die Gründung eines Bündnisses für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

„Als Frauen-Netzwerk Wülfrath setzen wir uns leidenschaftlich für Gleichstellung ein, und Gleichstellung geht über geschlechtsspezifische Themen hinaus“, so die städtische Gleichstellungsbeauftragte Franca Calvano. „Es bedeutet auch, sich gegen Diskriminierung jeder Art zu engagieren“. Das schließe die Ablehnung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein, so Calvano. Frauenrechte und Fraueninteressen seien eng mit dem Ziel verbunden, eine inklusive und diverse Gesellschaft zu fördern.

Los geht es um 16 Uhr.Nach der Auftaktkundgebung am Heumarkt in der Innenstadt zieht der Demozug vorbei an der Sparkasse über die Goethe- und Mozartstraße zu einer Zwischenkundgebung am Rathaus. Danach geht es zurück über die Wilhelm- und Bahnhofstraße zu einer Abschlusskundgebung am Heumarkt.