Ratingen. Der Blick gen Himmel war ein häufiger beim vierten Firmenlauf Ratingen am Grünen See. Die Frage war, ab wann der Regen einsetzen würde. Davon ließen sich die Teilnehmenden des Events aber in keiner Weise die gute Laune und die Motivation zu einem schönen Abend im Kreise der Kolleg:innen nehmen. Es dauerte denn auch bis knapp 19 Uhr, bevor die Wolken ihren kondensierten Wasserdampf gen Ratingen sandten. Somit kamen die allermeisten Läufer:innen von außen trocken ins Ziel.
„Regen ist bei einer Outdoor-Veranstaltung immer schade, aber letztlich kein Hindernisgrund“, war Organisationsleiter Georg Mantyk dennoch sehr zufrieden mit dem Firmenlauf Ratingen. „Die Stimmung war trotzdem super, wir haben wieder viele freudige und stolze Gesichter ermöglicht, und die Unternehmen hatten sich auf die Umstände bestens vorbereitet. Dass die Leichterlaufen After Run-Party etwas kürzer werden würde, war klar, aber auch die war schön.“
Dem stimmte stellvertretend vor allem das teilnehmerstärkste Team der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert zu. „Wir haben dem heutigen Tag als Team komplett entgegengefiebert“, sagte der Vorstandsvorsitzende Udo Zimmermann. „Wir freuen uns auch riesig darüber, hier am Grünen See dabei gewesen zu sein. Ein riesengroßes Kompliment an den Veranstalter für die Organisation.“ Den Stellenwert des Firmenlaufs unterstreicht, dass neben Zimmermann auch Beate Hündeler aus dem Vorstand trotz Verletzung den Weg in den Volkspark Volkardey gefunden hatte. Daher ist auch ein Start 2027 gewiss. „Die Teilnahme ist für uns enorm wichtig. Wir tun etwas für die Gesundheit und für das Teambuilding. Wir sind in 2027 wieder mit dabei.“ Und wie Team-Captain Claudia Brebeck versprach: „Wir werden wieder die meisten Anmeldungen haben.“
52 Firmen sind Höchstwert für den Firmenlauf Ratingen
Für besagte Ziele waren 52 Firmen an den Grünen See gekommen. Das Wetter verhinderte sicherlich eine höhere Teilnehmendenzahl. Letztlich waren zwei Drittel der gemeldeten Athlet:innen in der Ergebnisliste zu finden. „Der Firmenlauf Ratingen bleibt eine Erfolgsgeschichte“, so Mantyk. „Die Rückmeldungen sind anhaltend positiv und ich denke, dass wir hier den richtigen Nerv getroffen haben.“ Natürlich haben einige das Gelände ob des Wetters eher schnell verlassen, aber selbst die Siegerehrungen im Nieselregen erzeugten tolle Bilder und strahlende Urkundenempfänger:innen.“
Zu diesen gehörten die Siegerinnen Julina Stolle vom TV Ratingen als schnellste Frau in 23:19 Minuten und Patrick Zimmer (TK Elevator), der in 18:28 Minuten souverän als Erster ins Ziel lief. Die Einzel-Sonderkategorien der schnellsten Chefs und Auszubildenden gingen im Falle der Führungskräfte an Luisa Behrends (Villa Kunterbunt e.V.) und Martin Manczyk (HPE Ratingen). Sie stehen mit 24:28 Minuten und 20:24 Minuten in den Siegerlisten. Manczyk durfte sich mit Kollegin Sophie Kaiser gemeinsam freuen, alldieweil die „Azubine“ auch nur 34:11 Minuten benötigte, um die fünf Kilometer absolviert zu haben. Ihr männliches Pendant heißt Maximilian Kellers, arbeitet bei der Sparkasse HRV und jubelte in 21:03 Minuten.
Als schnellstes Team, gewertet als Dreier-Mixed-Wertung, überzeugte wie im Vorjahr TK Elevator mit einer addierten Gesamtzeit von 1:04:48 Stunden. Es folgten die Stadt Heiligenhaus und das Team ATC auf den Plätzen. Die Teambewerbe gemäß der Teilnehmendenzahlen, die letztlich die größte Bedeutung haben, sind zweigeteilt. Neben dem Sieg der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert in der Gesamtkategorie holte auch Speed Biometrics einen Pokal: 62,5 Prozent der Mitarbeiter:innen waren beim Firmenlauf Ratingen aktiv.
Selbiges galt auch – traditionell, aber immer mehr als verdient – für die Feuerwehr Ratingen. In voller Montur diesen Lauf zu absolvieren, muss den Titel des kreativsten Outfits nach sich ziehen. In der Nachbarkategorie des kreativsten Mottos ging der Sieg an die Toi Toi Dixi GmbH, wo schwere Last abgeladen werden kann. „Shit happens – Dixi“ lautete das Credo der Helfer:innen jeden Events.
Die Stimme von Moderator Dirk Froberg, ARD-Experte Triathlon, ging indes nicht allein bei den schnellen Teilnehmenden in die Höhe. Alle Finisher wurden bejubelt und traditionell lautstark auch diejenigen, die den Lauf-Wettbewerb zu einem Ende gebracht haben. „Ich kann wiederholt immer wieder betonen, dass bei unseren Veranstaltungen diejenigen Personen, die keine Topzeiten erzielen, uns am meisten am Herz liegen. Wer die fünf Kilometer in 30 Minuten bewältigt, betreibt regelmäßig Sport. Wer hier aber nach 50 oder 60 Minuten ins Ziel kommt, den und die animieren wir hoffentlich zu mehr Bewegung – egal wie schnell. Wir wollen Ratingen und Umgebung in Bewegung bringen. Dabeisein ist definitiv alles beim Firmenlauf Ratingen“, bleibt Mantyk auf einer gesunden Mission.


