Velbert. In Birth ist es am Samstag, 15. August, zu einem Vegetationsbrand gekommen: In einem Waldstück an der Von-Fraunhofer-Straße standen Laub, Äste und Unterholz in Flammen.
Die aktuelle Wetterlage mit hohem Temperaturen und gleichzeitig kaum Regen sorgt in Nordrhein-Westfalen vielerorts für Feuerwehreinsätze: Größere Waldbrände gab es im Sauerland und in der Eifel. An der Bekämpfung des Feuers in Hürtgenwald waren auch zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Kreis Mettmann beteiligt. Auch die Trockenheit in den hiesigen Städten ist eine Gefahr: So kam es am Samstagnachmittag im Heiligenhauser Stadtteil Isenbügel zu einem Brand auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern. Insgesamt waren dort rund 50 Blaulichtkräfte über mehrere Stunden beschäftigt.
Auch die Feuerwehr Velbert sah sich am Samstag mit einem Vegetationsbrand konfrontiert. Am Vormittag gegen kurz nach 11:30 Uhr kam es laut Brandschützern zu dem Einsatz. Alarmiert wurde die Feuerwehr aufgrund einer Meldung über eine Rauchentwicklung in einem Waldstück an der Von-Fraunhofer-Straße. Letztlich konnten die Einsatzkräfte einen Brand im Bereich des Tunnels der A44 ausmachen. Es brannten auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern Laub, Äste und Unterholz, wie die Feuerwehr meldet.
Rund eine Stunde dauerten die Löschmaßnahmen. „Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Hanglage und des sehr trockenen Bodens aufwendig. Der betroffene Bereich wurde intensiv gewässert und auf Glutnester kontrolliert“, so die Feuerwehr. Unklar ist bislang, welche Ursache hinter dem Brand steckt.
Auch in Velbert warnt die Feuerwehr: „Die derzeitigen Waldbrände in Nordrhein-Westfalen führen eindrücklich vor Augen, welche Auswirkungen die anhaltende Trockenheit haben kann. Auch in unserer Region sind Böden und Vegetation vielerorts stark ausgetrocknet. Bereits kleine Zündquellen können ausreichen, um einen Brand auszulösen, der sich schnell ausbreiten kann.“
Der Waldbrandindex liege im Stadtgebiet bei der zweihöchste Stufe. Es bestehe eine „hohe Waldbrandgefahr“. Die Feuerwehr appelliert, man solle kein offenes Feuer im Wald oder in unmittelbarer Nähe entzünden und keine Zigaretten oder glimmenden Gegenstände wegwerfen. Zudem solle man Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder trockener Vegetation abstellen.
In der kommenden Woche könnte sich die Lage zumindest etwas entspannen, denn Regen und mildere Temperaturen sind angekündigt. Allzu ergiebig fallen die Niederschläge in NRW laut Deutschem Wetterdienst aber nicht aus: In der Nacht ist „vereinzelt etwas Regen“ möglich, am Montag kann es zweitweise „leichten Regen“ geben, überwiegend bleibt es aber niederschlagsfrei. Etwas Hoffnung macht der Dienstag, der „zeitweise schauerartigen Regen“ bringen könnte, ähnlich sieht es am Mittwoch aus, wo es immerhin gebietsweise zu Niederschlägen kommen kann.


