Osterholz: Es gab einen Rechtsstreit um die Haldenerweiterung des Kalkwerks Oetelshofen. Foto: Volkmann
Osterholz: Es gab einen Rechtsstreit um die Haldenerweiterung des Kalkwerks Oetelshofen. Foto: Volkmann

Wuppertal. Mehrere örtliche Fraktionen beantragen, dass die Bezirksvertretung Vohwinkel in den Dialogprozess zur Zukunft des Waldgebietes Osterholz einbezogen werde. Der Antrag solle in der ersten Sitzung nach der Sommerpause am 18. August beraten werden.

SPD, Grüne und Linke stellen den gemeinsamen Antrag zur Einbindung in den Dialogprozess um die vorgesehene Rodung des „Osterholz“.

Nachdem im Mai von Seiten der Bezirksregierung Düsseldorf ein entsprechender Planfeststellungsbeschluss erfolgt war, sind die Kalkwerke Oetelshofen formal berechtigt zur Erweiterung ihrer Halde Teile des Waldgebietes Osterholz abzuroden.

Dagegen habe sich breiter Widerstand in der Bevölkerung formiert, deren sichtbarster Ausdruck die Bürgerinitiative „Osterholz bleibt“ ist, heißt es von der Vohwinkeler SPD.

„Der Rat der Stadt Wuppertal hat daraufhin Mitte Juni beschlossen, dass ein moderierter Dialog angestoßen werden soll, um gangbare Alternativen zur Abrodung auszuloten“, erklärt Ralf Heming. An diesem Prozess sollen neben der Firma Oetelshofen und Vertretern der Bürgerinitiative auch Umweltverbände einbezogen werden. SPD, Grüne und Linke halten es für notwendig, dass an diesem Austausch auch die BV Vohwinkel beteiligt wird, um die Interessen des Stadtbezirks mit einbringen zu können.

Andreas Schäfer, SPD-Fraktionssprecher in der BV Vohwinkel: „Wir begrüßen es sehr, dass nun zum schwierigen Thema im professionellen Rahmen ein Dialog gestartet werden soll, der gleichermaßen ökonomische Aspekte, die Fragen von Natur- und Umweltschutz und Überlegungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung erörtert. Viele Bürgerinnen und Bürger verstehen nicht so recht, dass in Zeiten eines immer bedrohlicher und sichtbarer werdenden Klimawandels aus rein betriebswirtschaftlichen Überlegungen ganze Waldgebiete niedergemacht werden sollen. Dies bedroht den gesellschaftlichen Frieden in unserer Stadt. Darum ist es richtig und wichtig, das Gespräch zu suchen, um möglichst andere  Lösungen als die Abrodung zu finden. Bei gutem Willen auf allen Seiten müsste dies möglich sein.“