Zahlungen und die Kommunikation sollte man bei Buchungen auf Booking.com ausschließlich über das Reiseportal selbst abwickeln. Foto: Volkmann
Zahlungen und die Kommunikation sollte man bei Buchungen auf Booking.com ausschließlich über das Reiseportal selbst abwickeln. Foto: Volkmann

Wien. Kriminelle nehmen zur Hauptreisezeit die Kundschaft der Buchungsplattform „Booking.com“ ins Visier. Wer dort eine Nachricht über eine angeblich notwendige Buchungsbestätigung erhält, sollte vorsichtig sein.


Kriminelle nutzen viele Möglichkeiten, um Internetnutzer um Geld oder Daten zu bringen – auch besondere Ereignisse oder die wiederkehrende Popularität bestimmter Themen gehören dazu. So versuchten Betrüger vor allem zum Start der Europameisterschaft, mit Fake-Gewinnspielen oder vermeintlichen Ticket-Aktionen an sensible Daten von Fußballfans zu gelangen. Nun hat jüngst die Hauptreisezeit begonnen – und Betrüger nutzen auch das, um Kassen zu machen.

Betroffen ist hier unter anderem die Buchungsplattform „Booking.com“. Die österreichische Verbraucherschutz-Webseite „Watchlist Internet“ warnt vor einer aktuellen Masche: Demnach sei Vorsicht geboten, wenn man im Nachrichtenportal von booking.com trotz bereits erfolgter Buchungsbestätigung eine Buchung erneut bestätigen soll. Dahinter steckt ein Trick.

Ihre Phishing-Falle legen die Kriminellen für die Kunden von Booking.com zunächst per simpler Nachricht aus. Damit das gelingen kann, haben die Betrüger sich laut Watchlist Internet zunächst Zugang zum Booking.com-Buchungssystem von Hotels verschafft. So könnten sie auf die Buchungsdaten zugreifen und Benachrichtigungen als tatsächliche Gäste schicken, wie die Verbraucherexperten erklären. Das ist letztlich besonders gefährlich, denn viele Kunden schöpfen dann keinen Verdacht.

In den Nachrichten heißt es, es sei eine erneute Bestätigung einer Buchung notwendig – auch in jenen Fällen, in denen Kunden bereits bezahlt hätten, so das Verbraucherschutzportal. Hierzu solle man – typisch für einen Phishing-Versuch – auf einen Link klicken.

Um ihre Chancen zu erhöhen, geben die Betrüger an, man habe lediglich zwölf Stunden Zeit, um zu handeln.

Gefährlich wird es, sofern man den Trick nicht durchschaut und der Verlinkung folgt. Laut Watchlist Internet leiten die Kriminellen die Portal-Nutzer auf eine gefälschten Webseite um, die der von Booking.com ähnelt. Dort werden dann Kreditkartendaten abgefragt – bedrängt würden Kunden meist über einen „Service-Chat“. Dort fordern die Betrüger dann auch die Bestätigung von Kartenzahlung ein, die meist via Banking-App freigeschaltet werden müssen. „Um Sie dazu zu bewegen, reden die Kriminellen Ihnen ein, dass Sie das Geld zurückbekommen und es sich um den üblichen Vorgang zur Buchungsbestätigung handle“, warnt Watchlist Internet.