Die Schulkarte NRW gibt Aufschluss über die Erreichbarkeit von Schulen - und enthält Informationen über Unfallschwerpunkte. Foto: Volkmann
Die Schulkarte NRW gibt Aufschluss über die Erreichbarkeit von Schulen - und enthält Informationen über Unfallschwerpunkte. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Die Sicherheit im Straßenverkehr rund um die Schulen im Kreis Mettmann ist ein vieldiskutiertes Thema. Mit einer interaktiven Straßenkarte leistet das Statistische Landesamt nun Aufklärungsarbeit und zeigt, wo es am häufigsten kracht vor Lehrstätten.

Der Straßenverkehr rund um Schulen ist oft ein Ärgernis – und zwar aus verschiedenen Perspektiven. Einige halten sogenannte Elterntaxis für ein großes Verkehrsrisiko, andere meinen, die Elterntaxis seien unter anderem notwendig gerade weil es so gefährlich sei auf den Straßen vor den Schulgebäuden. Die interaktive Schul-Karte NRW ist jüngst um eine Funktion erweitert worden, die Unfall-Hotspots nahe nordrhein-westfälischer Schulen – und damit auch für die Schulen in den Städten im Kreis Mettmann – anzeigt.

In die Schulkarte hat das Statistische Landesamt nun zusätzlich auch die Ereignisorte und damit die Häufigkeit von Verkehrsunfällen eingearbeitet. „Die meisten Unfälle mit Personenschaden wurden im Jahr 2022 für die Städte Köln und Düsseldorf ermittelt“, so der Landesbetrieb IT NRW. Die dieser Visualisierung zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Im Unfallatlas enthalten sind Unfälle mit Personenschaden aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle, die auf Meldungen der Polizei basieren.

Die unterschiedlichen Einfärbungen der Straßenabschnitte zeigen die Häufigkeiten von Unfällen an, die sich im Jahr 2022 ereignet haben: Ein helles Blau auf einem Straßenzug weist auf zwei bis drei Unfälle hin, Rot markiert Straßen, auf denen es besonders häufig gekracht hat im vergangenen Jahr.

Viele besonders gefährliche Stellen gibt es, zumindest gemessen an der Anzahl der Unfälle, nicht in den kreisangehörigen Städten. In Langenfeld ist ein solcher Hotspot ein Teil der Düsseldorfer Straße im Bereich der Kreuzung mit der Berghausener Straße: In der Nähe liegt die Katholische Grundschule Paulus.

Hier und da leuchtet es Gelb auf einigen Straße, etwa auf der Mettmanner Straße in Wülfrath, in deren Nähe die Sekundarschule am Berg liegt. Vier bis sechs Unfälle haben sich laut Statistik im vergangenen Jahr dort ereignet. In Velbert ist es die Friedrich-Ebert-Straße, an der Schüler vorsichtig sein sollten. Nahe der Gemeinschaftsgrundschule Mitte, der Grundschule Kastanienallee sowie der Realschule Kastanienallee krachte es in 2022 mehrfach. Direkt an der Straße liegt das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium. In Ratingen kam es im vergangenen Jahr mehrfach zu Unfälle im näheren Umkreis der Minoritenschule sowie der Suitbertus-Schule, der Friedrich-Ebert-Schule und des Adam-Josef-CüppersBerufs-kollegs.

Direkt vor den Schulen lassen sich allerdings keine Unfall-Hotspots ablesen. Dennoch gilt: Die farblichen Markierungen stehen lediglich für die Anzahl registrierter Unfälle; sorglos sollten Kinder an keiner Straße sein.

Die interaktive Karte des Statistischen Landesamtes ist online frei zugänglich unter: https://url.nrw/schulkarte.