Berlin/Kreis Mettmann. Der Wohnungsmarkt bleibt angespannt: Wenige Neubauten und eine hohe Nachfrage führen zu Frust bei der Suche auch in den Städten im Kreis Mettmann.
Blickt man auf das gesamte Bundesgebiet, sieht die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht schlecht aus: In knapp einem Drittel Deutschlands herrscht ein Angebotsüberhang, wie das Portal “ImmoScout24” ermittelt hat. Konkret bedeutet das: In 127 von 418 Kommunen gibt mehr Wohnungsangebote als Nachfrage. In jeder vierten Region ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zudem ausgewogen.
Vor allem im Osten fällt die Wohnungssuche flächendeckend vergleichsweise leicht. Lokal kann sich die Suche nach einem neuen Zuhause allerdings schwierig gestalten – so auch im Kreis Mettmann. Für die Region weist das Immobilienportal die Marktlage als “angespannt” aus. Das Kreisgebiet gehört damit zu jenen 20 Prozent der untersuchten Kommunen, in denen die Nachfrage größer als das Angebot ist. Deutlich angespannter ist die Lage in den nahen Großstädten Düsseldorf und Köln.
Gleichzeitig gilt für den Immobilienmarkt: Wohngebäude im Westen Deutschlands haben einen deutlich höheren Sanierungsbedarf. Auch das hatte ImmoScout24 – gemeinsam mit IW Consult – ermittelt. “40 Prozent der Wohngebäude in Deutschland haben Energieeffizienzklasse E oder schlechter und gelten somit als sanierungsbedürftig”, hieß es in der Ergebnisauswertung. Dieser Zustand beeinflusst den Immobilienwert, lockt allerdings auch vermehrt Familien an: “Dort, wo besonders viele sanierungsbedürftige Immobilien auf dem Markt sind, ziehen verstärkt Menschen zwischen 30 und 50 Jahren hin”. Zu den untersuchten Städten aus der Region gehört beispielsweise Solingen mit einem Sanierungsbedarf von 56,1 Prozent – mehr als die Hälfte der Wohngebäude hat demnach eine Energieeffizienzklasse von E und schlechter.
Insgesamt präsentiert sich der Mietmarkt “stark differenziert”, wie Gesa
Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, erklärt. “Die meisten deutschen Metropolen, aber auch Universitätsstädte im Südwesten Deutschlands wie Freiburg und Heidelberg verzeichnen ein sehr angespanntes Verhältnis von Nachfrage und Angebot – mit mehr als 100 Kontaktanfragen pro Inserat”. Gleichzeitig gebe es in weiten Teilen von Ostdeutschland, Niedersachsen und Bayern ein “ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage oder einen Angebotsüberhang” – teils auch in Großstädten.
Für die Analyse hatte das Internetportal den Median der E-Mail-Kontaktanfragen pro Mietangebot in 418 deutschen Städten und Landkreisen im Zeitraum August bis Oktober 2025 ausgewertet.


