Die Kundendaten des Amazon-Kontos sollte man direkt über offizielle Kanäle des Unternehmens überprüfen. Foto: Volkmann
Die Kundendaten des Amazon-Kontos sollte man direkt über offizielle Kanäle des Unternehmens überprüfen. Foto: Volkmann

Düsseldorf. Kriminelle nutzen die Vorweihnachtszeit für einen Betrugsversuch rund um den Shopping-Riesen Amazon. Eine Warnung gilt für eine aktuell im Umlauf befindliche E-Mail. 

Am Dienstag registrierte die NRW-Redaktion der Verbraucherzentrale die dubiose Nachricht, die Betrüger im Namen von Amazon an die Postfächer senden. Die Amazon-Kundschaft sollte daher besonders aufmerksam sein beim Öffnen der E-Mails.

Laut Warnung der Verbraucherzentrale kommt die E-Mail unter dem Betreff „Ihr Amazon-Konto wird geprüft!“ an. Es geht um angeblich fehlerhafte Zahlungsinformationen, weshalb Kunden nicht auf ihr Konto zugreifen und auch keine Bestellungen ausgeben könnten.

„Ein Lösungsansatz wird direkt beschrieben und zwar könne man das Problem beheben, indem man dem beigefügten Link folge und den Überprüfungsprozess starte“, erklärt die Verbraucherzentrale zu der Masche. In der betrügerischen Nachricht im Namen von Amazon folgt dann der Hinweis, man solle kein neues Konto eröffnen, da dies den Prozess weiterhin verzögere. Stattdessen sollte man auf einen in die Nachricht eingefügten Link klicken.

Dieses Vorgehen der Kriminellen ist von vergleichbaren Betrugsversuchen bekannt: Man versucht Nutzer durch die Verlinkung auf eine Fremdwebseite umzuleiten, um sensible Daten oder Geld abzugreifen – in manchen Fällen wird auf diese Weise auch Schadsoftware verbreitet. In dem aktuellen Fall ist schon aufgrund der Verbreitung von Amazon besondere Vorsicht geboten: mehr als 40 Millionen Kunden kaufen regelmäßig über die Plattform ein, entsprechend groß ist die Anzahl der Konten, sodass sich für Kriminelle eine hohe Trefferchance bei den versandten Nachrichten ergibt.

Die aktuelle Phishing-Nachricht im Namen von Amazon kann man jedoch vergleichsweise leicht enttarnen: „Neben den wenigen Informationen innerhalb der Mail deutet besonders die unprofessionelle Aufmachung auf eine Phishing-Mail hin“, so die Verbraucherzentrale. Der Link mit der Aufschrift „Jetzt Prüfen“ und die unseriöse Absende-Adresse seien die nächsten Hinweise, dass es sich um einen Betrugsversuch handele.

Der Rat der Experten: Die Mail unbeantwortet lassen und in den Spam-Ordner verschieben, vor allem solle man jedoch den Link ignorieren.